PCR-Test

November 10, 2020

Christian Drosten und sein COVID-19-PCR-Test

von Dr. Bruno H. Dalle Carbonare, Molekularbiologe und Koautor des Rückzugsantrages der Drosten- PCR-Test-Studie (Artikel erschienen im IMPULS 21)

Ein internationales Team von 22 Wissenschaftlern hat die dem COVID-19-PCR-Test zugrunde liegende Publikation der Forschungsgruppe um Christian Drosten einer wissenschaftlichen Überprüfung unterzogen. Es kommt zu einem vernichtenden Urteil: Die Studie enthält acht gravierende wissenschaftliche Fehler sowie zwei Interessenkonflikte. Daher wird der Herausgeber der Drosten-Publikation aufgefordert, die Studie zurückzuziehen.

Am 23.1.2020 veröffentlichte die Forschungsgruppe um Christian Drosten vom Charité in Berlin in der Zeitschrift Eurosurveillance jene Studie, die als wissenschaftliche Grundlage der weltweit verwendeten PCR-Tests bei COVID-19 dient und die die WHO am 17.1.2020 als Standard für die Detektion des COVID-19-Virus definierte.

Ende November 2020 haben 22 andere Wissenschaftler einen Rückzugsantrag für die Drosten-PCR-Test-Studie bei der Zeitschrift Eurosurveillance eingereicht. Sie argumentierten, dass die Studie wissenschaftlich nicht haltbar sei, Fehler und Irrtümer enthalten würde und so nie hätte veröffentlicht werden dürfen.

Pikanterweise ist Drosten zusammen mit einer Koautorin Mitherausgeber des Magazins. Die Studie von ihm und seinen Kollegen/-innen wurde am 21.1.2020 eingereicht, am 22.1.2020 akzeptiert und am 23.1.2020 publiziert.

Das heißt, dass der bei wissenschaftlichen Publikationen normalerweise stattfindende sogenannte Review-Prozess durch unabhängige Kollegen in einer Rekordzeit von einem Tag durchgeführt wurde und das – wie sich herausstellt hat – sehr wahrscheinlich nur oberflächlich. Üblicherweise durchlaufen die bei Eurosurveillance seit 2015 eingereichten Publikationen einen Review-Prozess, der durchschnittlich 175 Tage dauert.

Ein Interessenkonflikt besteht darin, dass die Autoren Olfert Landt Geschäftsführer der Firma „TIB Molbiol“ und Marco Kaiser Senior Researcher bei der Firma GenExpress sowie wissenschaftlicher Berater der Gesellschaft „TIB Molbiol“ sind. „TIB Molbiol“ hat die ersten COVID-19-PCR-Kits hergestellt und vertrieben, bevor die Drosten-Studie eingereicht wurde.

Bezüglich der wissenschaftlichen Überprüfung der Drosten-Studie kamen die 22 Antragssteller zu folgenden Schlussfolgerungen:

Unzulängliches „Primer Design“

Primer sind sehr kleine DNA-Stückchen, die bei der Vermehrung der COVID-19-DNA durch die PCR-Technik zum Einsatz kommen. Sie haben eine Länge von circa 20 Basen, das sind die Bausteine der DNA (Erbinformationsmaterial).

Als sogenannte Starterpunkte dienen sie zum Kopieren beziehungsweise zum Vermehren der gesuchten Virensequenzen. Deshalb müssen sie sich sehr spezifisch an die ausgewählten und zu suchenden Virensequenzen binden können.

Die 22 Wissenschaftler kritisieren, dass das Design sowie die Auswahl der Primer unzureichend sind und die verwendete Konzentration im beschriebenen COVID-19-PCR-Test zu hoch ist, sodass zu viele unspezifische Sequenzen fälschlicherweise vermehrt werden, was in der Folge zu falsch-positiven Resultaten führt.

Auch die Temperatur der Primer bei der Anbindung an die zu findenden Virensequenzen ist zu hoch und entspricht nicht der gängigen PCR-Praxis. Aufgrund dessen wird eine unspezifische Anbindung gefördert.

Fehlende Angaben zum Vermehrungszyklus

Das Ergebnis eines PCR-Tests steht in direkter Relation zur Zyklenanzahl des Kopiervorgangs der gesuchten Virensequenzen. Im Protokoll der Drosten-Studie wurden keine Angaben gemacht, ab welcher Zyklenanzahl der Test als positiv zu bewerten ist.

Je höher nämlich die Zyklenanzahl ist, je mehr unspezifische und fälschlicherweise mitvermehrte Sequenzen entstehen und somit falsch-positive Resultate.

Bis zu einer Zyklenanzahl von maximal 25 sollte das Virus bei einer tatsächlich infizierten Person nachgewiesen werden können, da dann die Ausgangszahl der zu kopierenden Virensequenzen genügend hoch ist.

Hat man aber nur wenige Viren im Körper, kann man diese auch nachweisen, indem man die Zyklenanzahl erhöht. Je nach Labor schwankt die angewendete Zyklenanzahl zwischen 30 und 45, was zu einer erhöhten Anzahl falsch-positiver Befunde führt.

Mit der entsprechenden Wahl der Zyklenanzahl lässt sich demzufolge eine Pandemie einfach an- oder abschalten.

Vages Testdesign

Die 22 Autoren bemängeln außerdem das sehr vage Testdesign des Drosten-PCR-Tests, weil zum Beispiel keine Standardprozesse für die Durchführung definiert wurden und die Gültigkeit der Testresultate nie gegen „echte“ Viren – das sind Viren aus Isolaten von an COVID-19 Infizierten – überprüft wurde.

Nach guter wissenschaftlicher Praxis hätte aber eine isolierte Virus-RNA von COVID-Patienten als Kontrolle dienen sollen. Nicht einmal die durch den PCR-Test vermehrten Sequenzen wurden analysiert, um festzustellen, ob sie wirklich den gesuchten COVID-19-Virussequenzen entsprechen.

Das heißt, in der Drosten-Studie wurde nicht ausreichend gezeigt, ob es sich bei den durch die PCR-Technik vermehrten Sequenzen überhaupt um COVID-19-Gene handelt.

Zum Schluss schreiben die 22 Autoren, dass „angesichts der schwerwiegenden Mängel und Fehler beim Design des PCR-Protokolls es im besten Interesse der Zeitschrift Eurosurveillance wäre, die Publikation von Drosten zurückzuziehen“.

Was geschah in der Zwischenzeit

Stand Mitte Januar 2021: Die Zeitschrift Eurosurveillance hat angekündigt, bis Ende Januar 2021 zum Rückzugsantrag Stellung zu nehmen. Sie benötigt also 60 Tage, um die Argumente des Rückzugsantrages zu überprüfen.

In der Zwischenzeit haben sich Dutzende von weiteren Wissenschaftlern bei den Autoren des Rückzugsantrages gemeldet, die die Beobachtungen der Autoren nicht nur teilen, sondern diese mit zusätzlichen eigenen Kontrollexperimenten untermauern.

Wegen dieser Rückmeldungen haben die 22 Autoren einen Nachtrag verfasst und bei Eurosurveillance eingereicht. Darin wurden 20 Publikationen von weiteren unabhängigen weltweiten Forschern hinsichtlich der Leistungsfähigkeit und der Robustheit des Drosten-PCR-Tests untersucht.

Zu den in den Publikationen aufgezeigten Problemen gehören:

• fehlerhafte „Primer-Designs“ (in einer Studie wird berichtet, dass die Drosten-Primer in 98.6 Prozent (!) aller Fälle zu falschen Bindungen an die DNA führen, da falsche Sequenzen vermehrt werden, wodurch es zu falsch-positiven Resultaten kommt),

• falsch-postive Resultate in Kontrollproben, in denen gar keine COVID-19-Virussequenzen vorhanden waren,

• schlechte Sensitivität, was zu falsch-negativen Resultaten führt,

• nicht vorhandene interne Kontrollen sowie

• keine definierte Zyklenanzahl, um Proben als positive Fälle bezeichnen zu können.

Besonders schwer wiegt die Kritik bezüglich der fehlenden Kontrollen in der Drosten-Studie. Die internen Kontrollen sind ein Muss, um absolut sicher zu sein, dass der Test richtig funktioniert.

Mehrere Wissenschaftler zeigten sich zudem irritiert hinsichtlich der von Drosten bereitgestellten Sequenz-Informationen in der Datenbank vom „National Center for Biotechnology“, in der weltweit Testsequenzen erfasst werden.

In den zur Verfügung gestellten Sequenzen fehlen zwei Zielgen-Sequenzen aus der Drosten-Studie. Dies stellt nicht nur die Validierung (Gültigkeitsüberprüfung) infrage, sondern verhindert auch, dass andere Forscher die vorgestellte Arbeit reproduzieren können.

Interessant ist die Tatsache, dass in einigen der im Nachtrag zitierten Publikationen mehrere Autoren auch Autoren der Drosten-Studie sind. Das heißt, sie zeigen selbst auf, dass ihre erste Publikation Unzulänglichkeiten aufweist.

Auf den in Kritik geratenen wissenschaftlichen Darstellungen der Drosten-Publikation basiert das massive heutige weltweite PCR-Testgeschehen, das wiederum die Grundlage für die Corona-Behandlungsprotokolle ist sowie für die weltweiten Corona-Maßnahmen – zum Beispiel die gravierenden Einschränkungen des täglichen Lebens beziehungsweise die Quarantäne-Verordnungen – mit ihren katastrophalen wirtschaftlichen und sozialen Folgen.

Aus all diesen Gründen müssen die Drosten-PCR-Tests sofort gestoppt werden. Diese dürfen nur in Zusammenhang mit einer klinischen Anamnese angewendet werden.

Der Nobelpreisträger und Erfinder der PCR-Technik Kary Mullis hat von Beginn an davor gewarnt, den PCR-Test für diagnostische Zwecke einzusetzen. Die PCR-Technik hat er primär für das Labor entwickelt, um schnell und effizient DNA im Reagenzglas zu vermehren.

Zur PCR-Technologie schrieb Mullis: „Mit der PCR-Technik kann man, wenn man es gut macht, fast alles in jedem finden. Es sagt aber nichts darüber aus, dass Sie krank sind.“ Im August 2019 starb er unerwartet früh, sonst wäre er jetzt ein bedeutender Kämpfer gegen die Anwendungen der heutigen COVID-19-PCR-Tests.

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